Ein schönes Lied, vor allem hier in der Kapelle, wo so viele Stimmen es sangen, klang es besonders schön. Als der letzte Ton verklungen war, nahm Henriette wieder ihren Platz vor dem Altar ein. Mit sanfter Stimme sprach die junge Bischöfin:
"Ein starke Provinz braucht eine starke Armee. So auch Baden. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig die Frauen und Männer der Armee sind, welche Verantwortung und welches Risiko sie tragen. Doch hinter dieser Armee, hinter den Titeln und Ehren, den Soldaten und Soldatinnen, den Rüstungen und Waffen, stehen Menschen. Denkende, fühlende Menschen. Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, Töchter und Söhne. Gläubige. Sie alle bedürfen des Beistand Gottes. In ihm sollen sie Trost, Hoffnung und Frieden finden. Kayon wird ab heute diesen Beistand spenden. Er soll die Verbindung zu Gott sein, ein offenes Ohr haben, tröstende und aufmunternde Worte sprechen und unermüdlich Gottes Gegenward und Güte spüren lassen. Möge Gott der HERR stehts an der Seite seine KINDER sein, sie auf ihrem Weg begleiten und die Hoffnung, den Mut in ihren Herzen brennen lassen.
Lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen:
Ich glaube an den Allmächtigen, ER ist der Schöpfer des Universums, Das eine Wesen, aus und in dessen Liebe alle Wesen entstanden sind. ER ist die einzige Wahrheit Und Richter über unsere Seele zur Todesstunde.
ER sandte uns seinen Propheten Aristoteles, Auf dass dieser der Menschheit die Lehren der Weisheit bringe.
Ich glaube an das Geschenk der Liebe, Das uns der Allmächtige machte, Mit dem ER uns über die anderen Lebewesen erhob und uns die Verantwortung über sie gab.
ER sandte uns seinen zweiten Propheten Christos, Um uns an sein Geschenk der Liebe zu erinnern, Niemals will ich dieses Geschenk vergessen Und das wissen darum werde ich in meinem Herzen bewahren.
Ich bin auf der Erde, um Gott zu dienen, Seine Lehren und seine Liebe zu verbreiten Und die aristotelische Freundschaft jedem zuteil werden zu lassen. Wenn mein Tag dann gekommen ist, So nehme mich der Herr zu sich auf, In Liebe und Freundschaft in Ewigkeit.
Kronom wiederholte die Worte Ich glaube an den Allmächtigen, ER ist der Schöpfer des Universums, Das eine Wesen, aus und in dessen Liebe alle Wesen entstanden sind. ER ist die einzige Wahrheit Und Richter über unsere Seele zur Todesstunde.
ER sandte uns seinen Propheten Aristoteles, Auf dass dieser der Menschheit die Lehren der Weisheit bringe.
Ich glaube an das Geschenk der Liebe, Das uns der Allmächtige machte, Mit dem ER uns über die anderen Lebewesen erhob und uns die Verantwortung über sie gab.
ER sandte uns seinen zweiten Propheten Christos, Um uns an sein Geschenk der Liebe zu erinnern, Niemals will ich dieses Geschenk vergessen Und das wissen darum werde ich in meinem Herzen bewahren.
Ich bin auf der Erde, um Gott zu dienen, Seine Lehren und seine Liebe zu verbreiten Und die aristotelische Freundschaft jedem zuteil werden zu lassen. Wenn mein Tag dann gekommen ist, So nehme mich der Herr zu sich auf, In Liebe und Freundschaft in Ewigkeit.
Das Buch der Tugenden lag auf dem Altar bereit. Die junge Bischöfin ging es holen. Sie lies ihren Blick erneut über die Bankreihen schweifen. Sie suchte nach Kayon, nickte ihm zu.
"Hochwürden Kayon, bitte kommt zu mir nach vorne."
"Lieber Kayon, als Feldpriester werdet Ihr die Verantwortung für das Seelenheil der Badischen Soldaten tragen. Eine hohe Verantwortung. Um dieser Verantwortung gerecht werden zu können bedarf es Vertrauen, großes Vertrauen Seitens der Soldaten. Als Kronom Euch als Feldpriester für Baden vorschlug, spürte ich dieses Vertrauen. Hauptmann Kronom vertraut Euch, Hochwürden Kayon, seine Soldaten an, macht sie damit auch zu Euren Schützlingen. Diese Frauen und Männer, welche eine schwere Bürde zu tragen haben, eine große Verantwortung, eine oft gefährliche, ja sogar lebensgefährliche Aufgabe zu bewältigen haben. Es bedarf aber auch erheblicher Außdauer und Gottesvertrauen von Euch, Kayon."
Henriette gab das Buch der Tugenden an Kronom, bat ihn das Buch vor Kayon zu halten.